{"id":671,"date":"2003-12-15T17:30:59","date_gmt":"2003-12-15T15:30:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.theater-triebwerk.de\/wordpress\/?p=671"},"modified":"2013-04-29T17:39:32","modified_gmt":"2013-04-29T15:39:32","slug":"geschichtenverschworung-uberbordende-fulle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theater-triebwerk.de\/wordpress\/geschichtenverschworung-uberbordende-fulle\/","title":{"rendered":"Geschichtenverschw\u00f6rung:  \u00dcberbordende F\u00fclle"},"content":{"rendered":"<p>Das Theater Triebwerk zeigt mit &#8220;Geschichtenverschw\u00f6rung&#8221; richtig gutes Kindertheater<br \/>\nNach der Geschichtenverschw\u00f6rung verharren pl\u00f6tzlich einige Grundsch\u00fcler wie versteinert im Foyer der Kammerspiele oder werfen sich unvermittelt zu Boden, wo sie reglos liegen bleiben. Offensichtlich begeisterte Echos auf das St\u00fcck vom Theater Triebwerk, das auf indischen Volksm\u00e4rchen fu\u00dft und von der Hamburger Gruppe in den vergangenen zwei Wochen auch in Indien gezeigt wurde. Ein versteinerter Erz\u00e4hler steht am Anfang und Ende des Erz\u00e4hltheaters, das mit der fast leeren B\u00fchne auf die Macht der Phantasie setzt. Ihr muss die Bahn frei machen, wer sich von Martina von Boxen, Erik Sch\u00e4ffler und Uwe Schade ins indische Figurenuniversum katapultieren l\u00e4sst.<br \/>\nGut w\u00e4re es, ihnen nahe auf dem b\u00fchnengro\u00dfen Teppich sitzen zu k\u00f6nnen. Ein bisschen st\u00f6rend, weil distanzierend, ist die hohe Rampe schon, wenn die drei in rascher Abfolge zwischen den kaum z\u00e4hlbaren Figuren hin- und herschalten. Bauern, Bettler und Brahmanen treffen auf Maharadschas, Prinzessinen und verzauberte Prinzen. Sie alle entstammen vornehmlich Geschichten, die ein alter Erz\u00e4hler f\u00fcr sich beh\u00e4lt &#8211; bis die Geister der Geschichten sich gegen ihn verschw\u00f6ren und er sie doch zum besten geben muss.<br \/>\nFolklorefrei in Ausstattung und Musik entsteht eine Art One-World-Theater. Cello und Saxophon sorgen f\u00fcr Stimmungen, ja finden in ihren Rhythmen und Melodien, die Indien nur in Ausnahmenf\u00e4llen zitieren, zu eigener bilderstarker Sprache. Allenfalls in einzelnen Gesten der Schauspieler oder t\u00e4nzerischen Sequenzen finden sich asiatische Anleihen. Letztlich kommen einem die exotischen Gestalten, gerne auch mal dezent karikiert, gar nicht so fremd vor. Auch kollidieren die von Erik Sch\u00e4ffler zusammengetragenen M\u00e4rchen keineswegs mit dem hiesigen Werteger\u00fcst. Und wenn die Konzentration im Parkett doch mal einbricht, dann h\u00f6chstens wegen der fast \u00fcberbordenden F\u00fclle der 70 Spielminuten, aber wohl nicht wegen Verst\u00e4ndnisproblemen. Ein St\u00fcck, das die Kammerspiele auch nach der Weihnachtszeit gut schm\u00fccken w\u00fcrde. &#8220;Oliver T\u00f6rner<br \/>\nOliver T\u00f6rner &#8211; taz Hamburg Nr. 7228 &#8211; 8. Dezember 2003<\/p>\n<p>Die Rache der Geschichten<br \/>\nHamburg &#8211; Geschichten haben ihren eigenen Willen: Sie wollen weitergetragen werden. Auch das Theater Triebwerk kann sich dem nicht entziehen: die Hamburger Theatergruppe hat aus Indien Erz\u00e4hlstoff mitgebracht, der weitergegeben werden will. Martina von Boxen, Erik Sch\u00e4ffler und Uwe Schade zeigen in den Kammerspielen, wie es Verweigerern ergeht. Am alten Bauern, der ein gro\u00dfer Erz\u00e4hler war und jetzt nur noch ein wortkarger &#8220;mieser alter Knochen ist&#8221;, wollen sich die eingesperrten Geschichten r\u00e4chen. Doch der Knecht wird Zeuge der &#8220;Geschichtenverschw\u00f6rung&#8221; und versucht seinen Herrn zu retten, indem er ihn zum Erz\u00e4hlen verf\u00fchrt. Das Trio entwickelt aus einem M\u00e4rchen mehrere Erz\u00e4hlf\u00e4den, und es entsteht ein zauberhaftes Spiel mit Zwischent\u00f6nen von Cello und Saxophon \u00fcber Schicksal und Freiheit.<br \/>\nLutz Wendler &#8211; Hamburger Abendblatt &#8211; 15. Dezember 2003<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> taz Hamburg &#8211; 8. Dezember 2003 + Hamburger Abendblatt &#8211; 15. 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