{"id":666,"date":"2005-12-05T17:22:06","date_gmt":"2005-12-05T15:22:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.theater-triebwerk.de\/wordpress\/?p=666"},"modified":"2014-11-20T14:36:45","modified_gmt":"2014-11-20T12:36:45","slug":"der-kleine-werwolf-es-ist-ein-wunder-der-verwandlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theater-triebwerk.de\/wordpress\/der-kleine-werwolf-es-ist-ein-wunder-der-verwandlung\/","title":{"rendered":"Der Kleine Werwolf: Es ist ein Wunder der Verwandlung"},"content":{"rendered":"<p>Kulturportal Hamburg<br \/>\nGrusel, grusel: sch\u00f6n schaurig geht\u2018s los. Dichter Nebel wabert durchs Theater, heraus sch\u00e4len sich schemenhaft zwei Personen. Moritz, genannt Motte, und seine Freundin Lina. Sie kommen aus dem Kino. Doch auf dem Heimweg werden sie von einem gro\u00dfen Hund bedroht. Schwupp ist die gute Kinolaune verflogen, Motte wird schlie\u00dflich gebissen. Leicht zwar nur, doch die Schramme hat es in sich &#8230;<br \/>\nAtmosph\u00e4risch dicht beginnt die Inszenierung von \u201eKleiner Werwolf\u201c und bleibt es auch. Erik Sch\u00e4ffler und Nadja Kruse quirlen als fr\u00fchpubert\u00e4res P\u00e4rchen Motte und Lina durch Cornelia Funkes spannende Geschichte. Das Theater Triebwerk hat sie als \u201ekomischen Kinder-Grusel-Krimi mit Live-Musik\u201c f\u00fcr die B\u00fchne eingerichtet. F\u00fcr eine ganze Klangwelt aus merkw\u00fcrdigem Kratzen, R\u00f6cheln und rhythmischen Ohrenschmeichlern sorgt Uwe Schade wunderbar mit seinem Cello. Wahlweise springt er auch in so manche Rolle, etwa als grimmiger Hund oder Nachbar. Dazu bedarf es wie bei den beiden anderen Spielern allenfalls kleinster Requisiten, auch eine Kulisse gibt es nicht. Die Imaginationskraft der spielerisch entwickelten Bilder ist so immens, dass die Fantasie des Betrachters den B\u00fchnenraum m\u00fchelos f\u00fcllt. Und es gibt viel zu imaginieren. Etwa Mottes und Linas Geheimversteck hinter einem Schrank auf dem Dachboden &#8211; einzig eine Art Sofa darf hier als Vielzweckm\u00f6bel zum Einsatz kommen. Hierhin hat Motte sich verkrochen, als immer deutlicher wird, dass der Biss des unheimlichen Hundes ihn zum Werwolf mutieren l\u00e4sst. Sehr komisch, wie sich seine Verwandlung ank\u00fcndigt: Pl\u00f6tzlich rutscht seine Stimme in den Keller. Und die Eltern, in deren Rollen Nadja Kruse und Uwe Schade mal eben schlupfen, entdecken schockiert starken Bartwuchs und gelbe Augen an ihrem Sohn, in dem sie doch eher noch ein S\u00f6hnchen sehen. Als erwachsener Zuschauer kann man die F\u00fclle der sich geradezu<br \/>\naufdr\u00e4ngenden Pubert\u00e4tssymbole wohl kaum \u00fcbersehen. Pfiffig, wie die Unterst\u00fctzung zur Erl\u00f6sung aus den N\u00f6ten grade nicht von den verst\u00e4ndnislosen Eltern naht, sondern von der \u00e4ngstlich wirkenden, aber wider Erwarten doch couragierten Klassenlehrerin (ein sch\u00f6ner Einfall, wie Uwe Schade sich als H\u00fctchen tragende Lehrerin auf dem Cello tremolierend begleitet). Sie hilft, den b\u00f6sen Zauber zu bannen, und nebenbei den fiesen Biolehrer (!), der sich hinterh\u00e4ltig ins Geschehen mischt, nachhaltig aus der ganzen Angelegenheit zu verscheuchen.<br \/>\nF\u00fcr die Kinder, die hier ab 10 Jahre willkommen sind, ist das ganze &#8211; wie bei der Premiere nicht zu \u00fcberh\u00f6ren &#8211; ein Riesenspa\u00df. Wenn Motte pl\u00f6tzlich \u00fcber tierische F\u00e4higkeiten verf\u00fcgt (z.B. einen ph\u00e4nomenalen Geruchssinn, der ihm hilft, allerlei Geheimnisse zu durchschn\u00fcffeln) oder m\u00e4chtig stark wird, versteht sich auch schnell, warum er den Wolf in sich bei aller Abscheu und Angst sogar zu lieben beginnt. Auch wenn die tolle Gabe, im Dunklen sehen zu k\u00f6nnen, mit dem Zauber verschwindet, ein paar seiner urigen F\u00e4higkeiten beh\u00e4lt er zum Schluss doch. Und das erkennt auch Lina durchaus mit Gefallen.<br \/>\nOliver T\u00f6rner &#8211; Kulturportal Hamburg<\/p>\n<p>Kammerspiele: Der Kleine Werwolf<br \/>\nEs ist ein Wunder der Verwandlung, das auf der B\u00fchne der Kammerspiele gelingt. &#8220;Der kleine Werwolf&#8221; der freien Hamburger Gruppe Theater Triebwerk nach dem Kinderbuch von Cornelia Funke kommt f\u00fcr das phantasievoll-lustige und manchmal beunruhigende Weihnachtsst\u00fcck ohne \u00e4u\u00dferliche Verfremdungen aus, und dennoch gibt es keinen Moment des Zweifels daran, da\u00df die Geschichte vor den Augen des Publikums ersteht. Erik Sch\u00e4ffler, Nadja Kruse und Uwe Schade brauchen weder Kost\u00fcme noch Kulissen, um den Grusel-Krimi f\u00fcr Kinder (ab 9) zum Leben zu erwecken.<br \/>\nErik Sch\u00e4ffler spielt den Jungen Motte, der von einem Werwolf gebissen wird und sich zum eigenen Schrecken ver\u00e4ndert: Sein Geh\u00f6r und Geruchssinn werden unertr\u00e4glich sensibel, er entwickelt starken Bartwuchs und bekommt eine tiefe Stimme. Gemeinsam mit Freundin Lina erf\u00e4hrt er, da\u00df ihm nur noch zwei Tage Zeit bleiben, um sein endg\u00fcltiges Wolfsein beim n\u00e4chsten Vollmond zu verhindern.<br \/>\nErik Sch\u00e4ffler erweckt das Tier in sich, um den Verwandlungsproze\u00df zu spielen. Z\u00e4hnefletschend zeigt er die Zerrissenheit eines Wesens, das zwei gegens\u00e4tzliche M\u00f6glichkeiten in sich hat. Nadja Kruse und Uwe Schade, der das Spiel mit seinem Cello atmosph\u00e4risch unterst\u00fctzt, begleiten im h\u00e4ufigen Rollenwechsel den Weg zum vermeintlichen Happy End. Motte wird zwar dank der Kraft der Freundschaft wieder Mensch,. Aber ein bi\u00dfchen Wolf hat er tief in sich bewahrt. Das verr\u00e4t er Lina und r\u00fcckt am Ende dankbar ganz dicht an sie heran &#8211; der Bartwuchs und die tiefe Stimme h\u00e4tten sie warnen k\u00f6nnen . . .<br \/>\nLutz Wendler &#8211; Hamburger Abendblatt 5. Dezember 2005<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kulturportal Hamburg + Hamburger Abendblatt 5. Dezember 2005 <a href=\"https:\/\/www.theater-triebwerk.de\/wordpress\/der-kleine-werwolf-es-ist-ein-wunder-der-verwandlung\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0},"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theater-triebwerk.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/666"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theater-triebwerk.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theater-triebwerk.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theater-triebwerk.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theater-triebwerk.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=666"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.theater-triebwerk.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/666\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1138,"href":"https:\/\/www.theater-triebwerk.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/666\/revisions\/1138"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theater-triebwerk.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=666"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theater-triebwerk.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=666"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theater-triebwerk.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=666"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}