{"id":545,"date":"2010-09-13T12:20:48","date_gmt":"2010-09-13T10:20:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.theater-triebwerk.de\/wordpress\/?p=545"},"modified":"2013-04-29T17:17:33","modified_gmt":"2013-04-29T15:17:33","slug":"die-erde-ist-rund-einer-stunde-um-die-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theater-triebwerk.de\/wordpress\/die-erde-ist-rund-einer-stunde-um-die-welt\/","title":{"rendered":"Die Erde ist rund: In einer Stunde um die Welt"},"content":{"rendered":"<p>Theater Triebwerk beweist exzellent: \u201eDie Erde ist rund\u201c<\/p>\n<p>Phileas Fogg ist ein Vision\u00e4r. Nach der \u00d6ffnung des Suezkanals erscheint 1869 pl\u00f6tzlich vieles m\u00f6glich. Mit einem seiner Whist-Spielfreunde sitzt er im zigarrenrauch-vernebelten Zimmer und sinniert. Eine Weltreise m\u00fcsste man machen. Eine komplette Erdumrundung in 80 Tagen. Eigentlich hei\u00dft der Mann George Francis Train und seine beim ersten Versuch verlorene Wette war der Stoff, aus dem Jules Vernes den Roman \u201eIn 80 Tagen um die Welt\u201c baute. Es ist ein Motiv, das sich seither in der Welt der Geschichten immer wieder findet. Und obwohl eine Weltreise im Vergleich zu damals an spektakul\u00e4rer Wirkungskraft verloren hat, bleibt der Gedanke in seiner Waghalsigkeit und Bedingungslosigkeit ein h\u00f6chst poetischer: Die Welt zu erfassen, ihre Gr\u00f6\u00dfe und Mannigfaltigkeit am eigenen Leib zu erleben, jenseits von Schulgeographie.<\/p>\n<p>Die Erde h\u00e4ngt in Form eines gro\u00dfen, wei\u00dfen Ballons in der Mitte der B\u00fchne des Theaterhauses. Zwei M\u00e4nner umrunden sie immer wieder. Wechseln die Richtung, jagen sich, versuchen, sich ihrer Dimension zu n\u00e4hern. Als Spieler sitzen sie als englische Herren mit Visionen und Monokel im Auge zusammen oder mimen einen stotternden Seemann, der den Weg \u00fcber das Meer ebnen soll. Gleichzeitig verk\u00f6rpern und illustrieren sie die Geschichte eines Mannes. Diesem wird klar, dass er wei\u00df, dass die Erde rund ist wie eine Kugel. Doch woher wei\u00df er das? Er beschlie\u00dft, eine Reise anzutreten, bei der er immer geradeaus l\u00e4uft. Schlie\u00dflich m\u00fcsste er dann eines Tages wieder am selben Punkt ankommen, an dem er losgelaufen ist.<\/p>\n<p>Die Geschichte ist von dem Schweizer Autor Peter Bichsel, das freie Theaterkollektiv \u201eTheater Triebwerk\u201c hat in seiner B\u00fchnenbearbeitung eine kleine Theatercollage gezaubert, die wohltemperiert an der Schwelle zwischen Wissensvermittlung, sinnlichem Erleben und Narration wandelt. Uwe Schade und Heino Sellhorn collagieren unter der Regie von Johanna Stapelfeldt die Ideen dieses Mannes in ihrem Spiel als F\u00fchrer durch eine kleine Geschichte der Weltumrundung: W\u00e4hrend Schade die einf\u00fchlsam gesprochenen Textpassagen seines Kollegen mit dem Cello untermalt, kreiert Sellhorn am Mini-Mischpult an anderen Stellen einen Soundteppich f\u00fcr die Listen, die der Mann im Kopf erstellt. Denn f\u00fcrs Gradeauslaufen braucht man Ausr\u00fcstung.<\/p>\n<p>Es geht um die Erweiterung des eigenen Horizonts, um k\u00f6rperliche und geistige Beweglichkeit und \u2013 in liebevoll gestalteten Videoprojektionen in Stummfilmoptik und poetischen Bildern \u2013 um Geschichtsschreibung. Eine kleine Weltumrundung in nur einer Stunde.<\/p>\n<p>Stephanie Reen &#8211; Hildesheimer Allgemeine &#8211; 13. September 2010<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stephanie Reen &#8211; Hildesheimer Allgemeine &#8211; 13. 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